Mehr als sechs Monate nach dem schrecklichen Erdbeben ist das ARCH-Team in Haiti vor Ort, um den Tieren zu helfen. Bis Ende Juli wurden insgesamt 27.149 Tiere mithilfe der mobilen Tierklinik behandelt – allein in diesem Monat waren es 172 Tiere pro Tag. Bei den meisten behandelten Tieren handelte es sich um Schweine, gefolgt von Ziegen und Hunden. Über 18.000 Tiere wurden geimpft.
Die Mauer um das Nationale Tierärztliche Laboratorium ist inzwischen nahezu fertig. Bänke und Regale sind montiert. Ende Juni sind auch endlich die heiß ersehnten Kühlgeräte für die Impfstoffe und andere Medikamente eingetroffen. Unsere mobile Tierklinik ist nach wie vor in der Region um Port au Prince im Einsatz, da hier die meisten Tiere von dem Erdbeben betroffen sind.
Wir stellen fest, dass unser Hilfsangebot für die Tiere bei den Menschen gut ankommt und angenommen wird. Den Jingle von ARCH und wo das Team jeweils auffindbar ist, kann man regelmäßig im örtlichen Radio hören. Auffällig ist auch, wie rücksichtsvoll die Haitianer ihre Tiere, besonders die Straßenhunde, behandeln.
Anfang Juli fand eine Pressekonferenz über die Arbeit des ARCH-Teams statt, die ein großes Interesse bei den Medien hervorrief. Lionel Valbrun, der Generaldirektor des haitianischen Landwirtschaftsministeriums, drückte bei dieser Gelegenheit seine tiefe Zufriedenheit darüber aus, dass ARCH eng mit dem Landwirtschaftsministerium zusammenarbeitet und sprach seine Hoffnung aus, dass der Einsatz noch lange weitergeht. Größtes Problem ist weiterhin das Wetter – besonders für das Tierärzteteam, das trotz der schlechten Straßenverhältnisse und schweren Stürmen seine Arbeit fortsetzen muss.

Kommentare