Ein brasilianisches WSPA-Team reiste, sobald es die Sicherheitslage zuließ, in das Katastrophengebiet nach Rio de Janeiro. Zusätzlich wurden Spezialisten für Katastropheneinsätze von WSPA-Costa Rica eingeflogen. Die erste Einschätzung ergab, dass in den drei am stärksten betroffenen Städten, Hunde und Katzen die dringendste Hilfe benötigen. Tiere wurden gerettet und notbehandelt.
Durch die an die WSPA geleisteten Spenden, konnte sofort auf die Katastrophe reagiert werden. Mitgliedsorganisationen vor Ort, wie SOS Animal, GAPA, AnimaVida und COMBINA verfügen über Unterkünfte und medizinische Vorrichtungen, direkt im Unglücksgebiet. Die WSPA koordiniert weiterhin den Einsatz der Organisationen. Wir werden gemeinsam die Futter- und tiermedizinische Versorgung sichern, die besonders während des kritischen ersten Monats nach der Katastrophe wichtig ist. Sobald sich die Lage entspannt, wird die WSPA weitere Schutzmaßnahmen den örtlichen Behörden und der Bevölkerung weitergeben, damit angemessener Schutz für die Tiere aufgebaut wird und sie auf zukünftige Katastrophen vorbereitet sind.
Die WSPA stellte fest, dass etwa 2000 Tiere in Nova Friburgo versorgt werden mussten. Zusätzlich wurde an 250 Familien das Futter für ihre Haustiere verteilt, streunende Tiere wurden verpflegt und teilweise ihren Besitzer zurück gebracht. In Teresópolis waren ebenfalls etwa 2000 Tiere in Not. Im stark überfluteten Petrópolis war keine Erste Hilfe erforderlich. Da jedoch die humanitären Hilfscamps keine Tiere zuließen, liefen diese frei herum. Daher mussten einige Tierasyle eingerichtet werden, inzwischen nehmen auch die Hilfscamps Tiere auf.
Die WSPA startet nun in der Bevölkerung eine Umfrage: Diese Aktion soll die Bürger aufklären und auf zukünftige Naturkatastrophen vorbereiten. Wir werden zusätzliche Öffentlichkeitsarbeit leisten, um die Katastrophenbereitschaft für Tiere zu fördern.
Die WSPA überprüft zudem die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern: Ein neu zu gründendes Einsatz-Team soll sich um unmittelbare Wirkungen und Folgen von Katastrophen kümmern. Sie soll sich in erster Linie auf Tierrettung konzentrieren, wie es in anderer Größenordnung schon in Haiti geschah.
Im Überschwemmungsgebiet Victoria, Australien, hat sich die Lage der Tiere inzwischen entspannt. Die WSPA hat sich, zusammen mit der örtlichen Partnerorganisation RSPCA Victoria, einen Überblick verschafft und sofort zu handeln begonnen. RSPCA Victoria teilt mit, dass regionale Tierasyle vermehrt Streuner aus den Überschwemmungsgebieten melden, die Situation sei aber kontrollierbar.

Kommentare